Durch die Arbeit mit meinen Schülern stelle ich immer wieder fest, dass ich viele grammatische Begriffe erst erklären muss. Selbst in meinem direkten familiären Umfeld gibt es wenige, die mit grammatischen Begriffen ( auf Latein von Latein) etwas anfangen können. Deshalb schreibe ich nun dieses Glossar, wo ich die grammatischen Begriffe, die irgendwie in meinem Wortschatz geläufig sind einmal kurz und knapp erkläre. Dieses Glossar ist alphabetisch geordnet.
Ablativ
Der Ablativ ist der 5. von 6 Fällen in Latein. Je nach Deklinationsendung kann er die Endungen-o, -is, -a, -e,
-ibus,- i annehmen. Übersetzt antwortet der reine Ablativ auf die Fragen „Wo, wodurch, womit“. Mit diesen Endungen ist er geringfügig verwechselbar mit dem Dativ ( o-Deklination und konsonantische Deklination ) und mit dem Nominativ ( a- Deklination Sg. Endung -a). Diese Verwechslung kommt durch die gleiche Deklinationsendung in diesen Deklinationen. Siehe auch Ablativ absolutus oder Fälle
A.c.I.
Der sogenannte A.c. I. ist eine Konstruktion, die aus einem Akkusativ ( siehe auch Akkusativ ) und einem Infinitiv besteht und zwischendrin beliebig verlängert werden kann. Übersetzt wird der Akkusativ cum Infinitivus im Deutschen einfach als Nebensatz mit ,dass … ,wobei der Infinitiv Prädikat des Nebensatzes wird und der Akkusativ das Subjekt.
Es ist, wenn man den A.c. I. erkennt und weiß, wie man ihn übersetzen kann eine einfache Konstruktion, die recht früh im Unterricht dran kommt.
Adjektiv
Klassischerweise auch das „Wie- Wort“ genannt. Es ist oft ein Wort, das eine Umschreibung eines Substantivs gibt. Z.B. das schöne Haus. Schöne ist in dem Fall das Adjektiv. Im Deutschen relativ leicht erkennbar, da es eine nähere Erläuterung zum Haus ist. Die Adjektive im Lateinischen müssen mit dem Bezugswort nach Kasus, Genus und Numerus übereinstimmen. Adjektive gehören als Wortarten immer einer bestimmten Deklination an. Entweder gehören sie zu der a, o – Deklination oder der konsonantischen Deklination. Insofern gibt es von den Endungen nicht viel mehr zu lernen als die Nomenendungen.
Adverb
Ein Adverb ist ein Wort, das ein Verb näher erklärt. Es steht normalerweise beim Verb. In gewisser Weise ist auch ein Wie- Wort, nur das es als Wie- Wort nur ein Verb näher beschreibt. Die genaue Übersetzung des Wortes heißt auch zum Verb. ( ad= hin… zu, verb = Verb). Ein Adverb ist also ein Wie- Wort, das ein Tu- Wort näher umschreibt. Ein beliebtes Beispiel ist: Valentina singt schön. Hier wird das Singen der Valentina umschrieben. Im Gegensatz zu dem Satz: „Die schöne Valentina singt.“ In diesem Satz beschreibt das Wort schön die Valentina und zwar als die schöne. Das untere Beispiel könnte besser in das oben beschriebene Wort „Adjektiv“ passen, aber zum Vergleich soll es hier mal ausreichen.
Sowohl im Deutschen als auch im Lateinischen ist übrigens das Adverb in allen Steigerungsformen ( siehe Steigerung) steigerbar und beinhaltet dann pro Steigerung nur eine Form. Im Lateinischen ist ein Adverb deutlich besser zu erkennen: Die Adjektive der o-,a- Deklination habe die Adverb- Endung auf e und die Adjektive der dritten Dekliation enden im Adverb auf iter. Als Beispiele sollen hier einmal longe und faciliter ausreichen.
Aktiv
Der Aktiv ist das Gegenstück zum Passiv. Das Deutsche hat sich zu einer aktiven Sprache gewandelt, weshalb das Passiv deutlich weniger auftaucht als das Aktiv. Allerdings ist machen, tun“ zu einem eher geläufigen Hilfsverb geworden ist. Ich tue spielen statt das Vollverb spielen drückt das Aktiv auch aus.
Aktiv meint also, dass die Handlung des Verbs aktiv ausgedrückt wird. Wenn eine Handlung aktiv geschieht, steht das Verb im Aktiv. Es gibt also mindestens einen Täter, Handlungstragenden. Ein Beispiel kommt sogleich: Die Kinder spielen mit Legobausteinen. Hier sind die Kinder Täter und spielen aktiv mit den Steinen. Wenn wir die Legobausteine zum Subjekt werden lassen, werden wir merken, dass es im Deutschen nicht ganz so einfach ist: Die Legobausteine werden bespielt ( von den Kindern). Mit den Legobausteinen passierte etwas. Oder anderes Beispiel: Ich trinke einen Cocktail ( alkoholfrei natürlich, weil ich keinen Alkohol so gerne mag. Ich bin hier die Täterperson. Dreht man den Satz zu einem Passiv- Satz um, dann wird der Cocktail zum Subjekt, das Verb aber Passiv: Der Cocktail wird getrunken. ( von mir). Inhaltlich hat sich rein gar nichts verändert, das ist auch das , was Schüler oft verwirrt, wenn sie sich mit Aktiv und Passiv beschäftigen müssen, dürfen, sollen. Inhaltlich verändert sich nichts: Ich bin immer noch diejenige, die den Cocktail trinkt, aber der Fokus hat sich verändert: Im Passiv- Satz liegt der Fokus nun auf den Cocktail. Ohne den Zusatz von mir könnte es auch jeder anderer sein. Es geht um den Cocktail, der erst mühsam gemixt wird und dann mit Freunden getrunken wird.
Akkordanz
Die Akkordanz meint nichts anderes als die Übereinstimmung zwischen verschiedenen Wortarten. Um bei dem Adjektiv von weiter oben zu bleiben: Das Wort Adjektiv muss an von Kasus, Genus und Numerus an ein anderes Wort angeglichen werden, damit es in eine Akkordanz kommt. Ein großes Haus z.B. Das Adjektiv schön ist hier mit Kasus ( Nominativ oder Akkusativ), Genus ( Geschlecht- Neutrum) und Numerus ( Zahl- Singular) angeglichen. Ein anderes Beispiel wäre der schwere Stein. Hier ist das Adjektiv „schwer“ an den Stein angeglichen worden. Der Stein ist im Deutschen maskulin ( männlich) und steht im Singular. Der Fall ist auch eindeutig Nominativ. Die passende Adjektiv-Form ist hierzu schwere. In der Kombination mit dem Stein und dem Artikel „der“ ergibt sogar auch ohne Satzzusammenhang, dass der schwere Stein in einem Satz Subjekt sein müsste. Aber da bewegen wir uns nun wieder auf einer anderen Ebene, nämlich der Satzteil- Ebene. Das kommt später noch.
Akkusativ
Der Akkusativ ist der vierte Fall. Im Deutschen sowie im Lateinischen. Die Form im Lateinischen hängt von der Deklination ab, zu dem das Wort zugehörig ist. Es gibt folgende Akkusativ- Endungen im Lateinischen:
-um, os, am, as, em, es und um,- us, im und es.
Der Akkusativ antwortet im Satzzusammenhang auf die Frage “ Wen oder was“?
1 Beispiel für ein Akkusativ ist z.B. Servus- der Sklave ( Nominativ). Der Akkusativ von Servus heißt servum. Im Satzzusammenhang: Servum video. – Ich sehe den Sklaven. Im Deutschen muss man darauf achten, den bestimmten Artikel und das Wort zu deklinieren, zu beugen, anzupassen.
Amerika- Futur
Das Amerika- Futur bezeichnet eine von regulären Bildungsweise bei Verben im Futur. Eine andere Bezeichnung, die das gleiche meint, ist das Kamelfutur. Es gibt zwei mögliche Arten, das Futur I zu bilden: 1. Das be, bi, bo, bu- Futur und 2. eben Amerika-Futur. Nun könnte man sagen, dass es egal ist, wie das Verben sich die Bildung des Futurs aussuchen und dementsprechend, sich immer für eins entscheiden. Dem ist natürlich nicht so, denn es ist festgesetzt, wann man welches Futur nimmt und das ist abhängig von der Konjugation der Verben: Das Amerika- Futur nimmt man bei Verben der konsonantischen, i und Misch- Konjugation. Bei den jeweils anderen Konjugationen nimmt man dann das b- Futur. siehe auch Kamel-Futur.
Es heißt so, weil die Bildung mit dem Amerika- Futur in der ersten Person mit a+ A/P- Endung gebildet wird und bei den Personen ab 2. Sg. nimmt man e und hängt dann die A/P- Endung dran.
Beugung
Die Beugung meint die Veränderungen bei deklinierbaren und konjugierbaren Wörtern und ist nichts anderes als das Verändern der Wörter bzw. das Anpassen der Wörter an den Satzzusammenhang.
b-Futur
Das b- Futur ist das Pendant zum Amerika- Futur bzw. zum Kamel- Futur. Es heißt so, weil die Bildung des Futurs das b als Tempuszeichen hat. Mal ist be, mal bu, mal bi, in der ersten Person heißt es bo. Das b– ist aber in allen Personen und Numeri ( Sg. und Pl. ) dabei.
Comparativus
Der Comparativus ist der lateinische Begriff zu Komparativ. Er kommt von comparare= vergleichen und meint die zweite Form bei den Adjektiven.
Clausula
Die clausula ist der bewusst gesetzte und oft auch rhythmisch hörbare Schluss eines Satzes oder einer Satzverbindung aus mehreren Sätzen. Clausula heißt Schluss, Endung und ist demnach ein passend gewählter Begriff für das Ende oder den Schluss eines Satzes.
Dativ
Der Dativ ist der 3. Fall bei der Deklination. Je nach Deklination – es gibt 5- sind die Endungen wie beim Akkusativ anders. Für die a-Deklination sind die Dativ- Endungen: -ae ( Sg.) -is (Pl.), o-Deklination ( o ( Sg.) und -is ( Pl.) bei der konsantischen Deklination gibt es die -i und ibus- Endungen , bei der u- Deklination ui, ibus und bei der e- Deklination: ei, ebus.
Der Dativ bezeichnet ein Dativ- Objekt und man könnte die Hilfsfrage: „Wem schenke ich etwas?“ für eine geeignetet Übersetzung stellen.
Deklination
Die Deklination ist der grammatische Begriff für Beugung eines Nomens, Pronomens oder Adjektivs. Diese Wortarten neigen, „beugen“ sich hin zu Fällen und Anzahlen. So kann man sich den Begriff, der von deklinare kommt, merken. Nomen, Pronomen und Adjektive werden also dekliniert.
Elativ
Der Elativ ist eine Stufe bei der Komparation ( s.Steigerung). Es ist eine Form des Superlativs ( höchste Stufe), die zwar einen sehr hohen Wert ausdrückt, aber keinen Vergleich zieht: Das ist eine ziemlich hohe Messlatte. Das ist äußerst groß. Diese beiden Sätze sind zwei Beispiele für einen Elativ.
Formenlehre
Die Formenlehre wird auch Morphologie genannt. Sie ist der Oberbegriff zu Deklination und Konjugation und kommt häufig in Form eines Buches daher, in dem alle Bildung der Formen von Verben, Nomen, Adjektive und Pronomen – häufig in Form von Tabellen- abgebildet sind. Es lohnt sich eine eigene Formenlehre zu besitzen, wenn man Latein lernt, ist aber nicht unbedingt eine Vorausetzung.
Fragesatz
Der Fragesatz ist eine Form eines Haupt-, oder Nebensatzes, in dem eine Frage gestellt wird. Am Ende steht oft im Deutschen ein Fragezeichen. In Latein werden oft Fragewörter s. auch Interrogativpronomen verwendet, die den Satz eindeutig als Fragesatz kennzeichnen. In modernen Schulbüchern sind die Fragesätze aber auch immer mit einem Fragezeichen am Ende gekennzeichnet. In Latein wird der Fragesatz als „Interrogativ- Satz“ bezeichnet.
Fragepronomen
Ein Fragepronomen ist ein Pronomen, das eine Frage kennzeichnet. Im Deutschen sind das Wörter wie: Wie, Was, Wann, Wie, Warum, Wieso, Weshalb…? Sie leiten allesamt einen Fragesatz ein.
Hauptsatz
Ein Hauptsatz ist ein Satz, in dem im Deutschen ein konjugiertes Verb an zweiter Stelle steht. Zumindest kann man einen Hauptsatz formal so erkennen. Außerdem wird ein einem größeren Satzgefüge mit dem Hauptsatz die Hauptaussage getätigt. Hauptsätze können sich mit anderen Hauptsätzen verbinden, sie können aber auch mit mehreren Nebensätzen verbunden werden. Während Hauptsätze immer eine relevante Aussage in dem Satzgefüge tragen, sind Nebensätze oft nur eine Ergänzung zu dem Hauptsatz.
In dem Fach Latein wird gerne Cicero gelesen. Für das Latinum ist Cicero Lektüre ein Muss. Cicero war Anwalt, weshalb seine Sätze gerne sogenannte „Mammut-Satzgefüge“ sind. Er hat seine Sätze gerne verschachtelt geschrieben und auch Satzgefüge mit Hauptsatz und Nebensatz geschrieben. Bei solchen Satzgefügen ist es wichtig, Hauptsatz und Nebensatz zu erkennen.
Imperfekt
Der (manche sagen auch das, aber den richtigen Artikel im Deutschen möchte ich gerade nicht besprechen) Imperfekt ist eine der 6 Zeiten in Latein. Es ist eine der drei Vergangenheitszeiten und wird mit dem Zeitzeichen „ba“ bei jedem Verb gebildet. Zumindest im Indikativ. Im Konjunktiv muss dann eine neue Formel gelernt werden.
Die Formel für den Imperfekt Indikativ ist für das Lateinische folgendermaßen aufgebaut: Wortstamm + ba + Personalendung ( -m, -s, -t, -mus, -tis, -nt für das Aktive oder -or, -ris, -tur, -mur, -mini, ntur). Nach diesem Schema bilden unter der Berücksichtigung des Lautvokals für die konsonantische fast alle Verben im Lateinischen genau so. Bei der Übersetzung gilt der Unterschied zum Perfekt zu beachten: Beides ist einfache Vergangenheit, aber das Imperfekt bezeichnet Umstände, lange andauernde Handlungen, Versuche und Wiederholungen, während das Perfekt Handlungen, die einmalig und abgeschlossen sind, bezeichnet.
Bei der Formel für den Imperfekt Konjunktiv sind mir zwei Möglichkeiten mit dem gleichen Ergebnis über den Weg gelaufen:
- Wortstamm + re + Personalendung ( Aktiv und Passiv)
- Infinitiv Präsens Aktiv + Personalendung ( Aktiv und Passiv)
Die Übersetzung des Konjunktivs kann sehr gut mit der Hilfsübersetzung „würde machen, würde gemacht werden“ stattfinden. Versuchen Schüler mit dem Konjunktiv II des Deutschen an der Übersetzung geht es häufig schief. Könnte ist auch eine weitere gute Übersetzung. Wichtig bei der Übersetzung ist zu wissen, dass der Imperfekt Konjunktiv irrealis ist und bei verneinten Bedingungssätzen die Bedingung nicht mehr erfüllbar ist.
Infinitiv
Der Infinitiv ist das Grundwort beim Verb oder das nicht konjugierte Verb. Also ist es die grammatische Grundform des Verbs. Allerdings es gibt nicht nur eine Infinitiv als grammatische Form. Insgesamt gibt es 6 verschiedene Infinitive für jedes einzelne Verb. Es gibt:
- den Infinitiv Präsens Aktiv
- den Infnitiv Präsens Passiv
- den Infinitiv Perfekt Aktiv
- den Infinitiv Perfekt Passiv
- den Infinitiv Futur Aktiv
- den Infinitiv Futur Passiv
Fast alle Verben können diese Infinitive bilden und sie werden nach dem gleichen Muster gebildet. Der Infinitiv Präsens ist eigentlich je nach Zählweise die erste Stammform. Nehmen wir ein Verb der a- Konjugation: laborare- arbeiten. Laborare ist der Infinitiv Präsens Aktiv! D. h. die Formel ist Wortstamm + re. Bis auf die 5 unregelmäßigen Verben gilt das für alle Verbkonjugation!
Der Infinitiv Präsens Passiv hat auch den Wortstamm als Grundlage. Die Endung ist dann ri. Dies gilt für alle Verben außer den unregelmäßigen und der konsonantischen und Misch- Konjugation. In den letztgenannten wird einfach das- ere weggenommen und ein i drangehängt.
Der Infinitiv Perfekt Aktiv hat den Perfektstamm als Grundlage und es wird einfach nur isse angehängt.
Der Infinitiv Perfekt Passiv hat als Formel PPP + esse. Und das war es schon.
Der Infinitiv Futur Aktiv wird gebildet mit PFA + esse und der Infinitiv Futur Passiv wird mit PFA und iri gebildet.
Die Infinitive sind zum einen wichtig als Stammform und zum anderen stellen sie beim A.c.I. das Satzverhältnis her und bezeichnen in der Übersetzung mit dem dass Satz dann das Zeitverhältnis, wobei Präsens die Gleichzeitigkeit darstellt, Perfekt die Vorzeitigkeit und Futur die Nachzeitigkeit.
Indirekte Rede
Die Indirekte Rede bezeichnet eine Satzart, bei der das was jemand gesagt hat, wiedergegeben wird. Beispiel: Sie hat gesagt, dass das jetzt getan werden müsse. Im Lateinischen wird die indirekte Rede mit einem Fragenebensatz im Konjunktiv ausgedrückt.
Interjektion
Bei dem Begriff Interjektion befinden wir uns auf der Ebene der Wortarten. Interjektionen sind undeklinierbare Wörter, die einen Ausruf darstellt. Der Lateinische Ursprung kommt von dem Wort interiacere= dazwischen liegen, dazwischen werfen. Eine Interjektion ist also ein Wort, das dazwischen liegt bzw. dazwischen geworfen wird. Beispiele hierfür sind: oh, ah, pst, iih. Interjektionen werden syntaktisch gerne verwendet, um vorhandene Gefühle stärker zu betonen.
Konjugation
Die Konjugation bezeichnet das Beugen des Verbs mit den Flexionsendungen oder wie ich lieber sage Personalendungen. Viele verwechseln es gerne mit der Deklination, welches für das Behandelns des Nomens verwendet wird.
Leicht erklären kann man die Konjugation der Verben mit verschiedenen Formeln, die auf dem Wortstamm und den Aktiv-und Passiv- Endungen beruhen bzw. beim Perfekt Passiv auf den Formen von esse und dem PPP.
Konjunktiv
Der Konjunktiv ist einer von drei Modi ( = Art und Weisen), wie ein Verb gesehen wird. Es gibt drei Modi: den Indikativ, den Imperativ und den Konjunktiv.
Während der Indikativ den Modus der Realität bezeichnet, bezeichnet der Konjunktiv den Irrealis, also den Modus der Irrealität. Alles, was im Konjunktiv steht, hat also ( noch) nicht stattgefunden. Es kann sein, dass das passiert unter bestimmten Bedingungen, wenn eine oder mehrere Bedingungen sich noch erfüllen, muss aber nicht. Der Konjunktiv ist der Modus der Wünsche, Möglichkeiten und vertaner Möglichkeiten.
In Latein gibt es im Konjunktiv vier verschiedene Zeiten oder soll ich lieber sagen, es gibt folgende Zeiten im Konjunktiv? Diese vier Zeiten sind Präsens, Imperfekt, Perfekt und Plusquamperfekt.
Konjunktion
Bei dem Begriff Konjunktion bewegen uns im Bereich der Wortarten. Eine Konjunktion ist ein Wort, das Hauptsätze oder etwas gleichwertiges wie zwei gleiche Objekte miteinander verbindet. Beispiele sind hierfür: und, aber, denn.. Es kann aber auch sein, dass Subjunktionen auch als Konjunktionen bezeichnet werden.
Kasus
Der Begriff Kasus bezeichnet den Fall beim Nomen. Es gibt drei Dinge, die grammatikalisch beim Nomen wichtig sind: Der Kasus ( = der Fall), der Numerus ( Anzahl) und das Genus ( das Geschlecht). Bei Adjektiven, die sich auf ein Nomen beziehen, muss eine KNG- Kongruenz vorhanden sein. D.h. dass die Nomen und Adjektive in Bezug auf Kasus, Numerus und Genus gleich bestimmbar sind. Sonst beziehen sie sich nicht aufeinander. Es gibt folgende Kasus ( Fälle) in Latein:
- Der Nominativ,
- Der Genetiv,
- der Dativ,
- Der Akkusativ,
- der Ablativ und
- der Vokativ.
Je nach Endung kann ein Nomen einen unterschiedlichen Fall annehmen. Vergleichbar im Deutschen wird es mit dem Artikel, der im Deutschen dekliniert wird, um den Fall anzuzeigen. Der Kasus nimmt eine wichtige Position in der Grammatik ein. Eine falsche Kasusbestimmung ist oft für Fehler in der Übersetzung verantwortlich. Um das Ganze an einem Satzbeispiel deutlich zu machen, biete ich hier ein Beispiel:
Dominus domum venit. _ Der Hausherr kommt nach Hause.
Serva domini villam videt.- Die Sklavin des Hausherrn sieht das Haus.
Serva domino donum apportat.- Die Sklavin bringt dem Hausherrn ein Geschenk.
Servi dominum vident. – Die Sklaven sehen den Herren.
Domina matrem domino fit. – Die Hausherrin wird Mutter durch den Hausherrn.
In allen Beispielsätzen taucht domino- der Hausherr auf. In jedem Satz nimmt er durch die unterschiedliche Kasusbestimmung eine andere Rolle ein. Nur im ersten Satz ist er Subjekt. In allen anderen nicht. Im Ablativ ( letzter Beispielsatz) wird er zur Nebenrolle degradiert. Denn auch hier ist das Subjekt jemand anderes, der Hausherr wurde zum Mittel zum Zweck degradiert.
Ich hoffe, es ist ein wenig klar geworden, dass Kasus- Bestimmung eine wichtige Rolle beim Übersetzen einnimmt.
Mehrzahl
Das Wort „Mehrzahl“ meint einfach den deutschen Begriff für Plural. Es wird sowohl für eine Bestimmung bei einem Verb oder bei einem Nomen / Adjektiv/ Pronomen verwendet. Es gibt neben der Mehrzahl noch die Einzahl. Die beiden Begriffe sind die deutschen Fachwörter für Plural und Singular.
Modus
Der Modus ist eine Oberbegriff von mehreren Begriffen für die Art und Weise beim Verb. Der Modus umfasst die Begriffe Indikativ, Konjunktiv und Imperativ.
Nomen
Das Nomen ist ein Begriff, der direkt aus dem Lateinischen kommt. In der direkten Bedeutung wird es übersetzt mit Namen. In der Grammatik ist das Nomen das Synonym für Substantiv und Hauptwort, welches das deutsche Wort für diesen Begriff ist. Das Nomen bezeichnet alles, das was einen Namen haben kann: Orte, Städte, Personen, Gegenstädte, natürliche Bezeichnungen… .
Numerus
Der Numerus ist ein Oberbegriff für zwei Begriffe in Latein und zwar für Singular und Plural. Das Wort kommt direkt aus dem Latein und bedeutet Zahl, Anzahl.