Vorschulzauber Tag 5- Spiel und Spaß

Das Bedürfnis „Spiel und Spaß“ begründet sich einfach aus der Tatsache heraus, dass die Vorschulkinder immer noch Kinder sind. Zum Glück dürfen sie spielen und Spaß haben. Sie sollen es sogar.  Auch alltägliche mitunter herausfordernde Situationen können mit Spiel und Spaß gewandelt werden zu „Geht, bekommen wir locker hin.“

Erwachsene wollen Struktur und Kinder Spielen und Spaß haben. So in etwa kann man den alltäglichen Wahnsinn vom familiären Zusammenleben ganz gut zusammenfassen, oder? 

Einige Zitate zum Thema „Kinder und Spielen“

„Spielen ist für Kinder Hauptsache. Im Spiel entfalten sie ihre seelischen, geistigen und körperlichen Möglichkeiten, und das gilt für jedes Kind gleichermaßen. “ https://www.kindergesundheit-info.de/themen/spielen/hauptsache-spielen/

Das sage nicht ich, sondern die Internetseite „Kindergesundheit Info“, die sich sehr mit der Gesundheit von Kindern befasst. Zahlreiche andere Autoren, nicht nur Pädagogen, sind sich einig, dass das Spielen eine der wichtigsten Bedürfnisse von Kindern ist und sein darf. Hier ein paar Zitate: 

Die größte Kunst ist, den Kleinen alles, was sie tun oder lernen sollen, zum Spiel und Zeitvertreib zu  machen.

John Locke

Spiel ist nicht Spielerei, es hat hohen Ernst und tiefe Bedeutung
Friedrich Fröbel

Wer spielt, der lernt! Wer lernt, der lebt! Wer lebt, der spielt!
Jörg Roggensack

Kinder sollten mehr spielen, als viele Kinder es heutzutage tun. Denn wenn man genügend spielt, solange man klein ist, dann trägt man Schätze mit sich herum, aus denen man später sein ganzes Leben lang schöpfen kann. Dann weiß man, was es heißt, in sich eine warme, geheime Welt zu haben, die einem Kraft gibt, wenn das Leben schwer wird. Was auch geschieht, was man auch erlebt, man hat diese Welt in seinem Innern, an die man sich halten kann.
Astrid Lindgren

Spielen ist eine Tätigkeit, die man gar nicht ernst genug nehmen kann
Jacques-Yves Cousteau

„Kinder bauen ihr Wissen durch aktives Handeln und Spiel auf“.  Jean Piaget

„Spielen ist die Arbeit des Kindes.“ Maria Montessori

Das Spielen als ernstzunehmende Handlung

Alle diese Zitate weisen daraufhin, dass das Spielen eine sehr ernstzunehmende Handlung bei Kindern ist.  Im Alltag fällt das Spielen allerdings oft weg oder es ist wenig bis gar keine Zeit dafür da. Eltern arbeiten viel, die Kinder haben viele Freizeitaktivitäten, bei denen sie gefördert werden.  Ich kenne Vorschüler, die zwei Sportarten machen plus Musikunterricht. Viel Zeit, um sich mal zu verabreden und zu spielen, bleibt da oft nicht! 

Wie nun kann man das Zusammenleben von Erwachsenen und Kindern leichter machen und die so unterschiedlichen Bedürfnisse unter einen Hut bringen? 

Die bereits erwähnte Kathy Weber von Herzenssache hält Spiel und Spaß neben Autonomie für eins der wichtigsten Bedürfnisse nach den körperlichen Bedürfnissen. Wenn diese vernachlässigt werden, können durchaus hartnäckige Konflikte entstehen. Ich höre regelmäßig ihren Podcast „Familie verstehen- Gewaltfreie Kommunikation für Eltern“ und oft ist ein Elternteil dabei, das von Schwierigkeiten im Alltag mit einem oder mehreren Kindern berichtet. Irgendwie kommt Kathy Weber immer wieder auf dieses grundlegende Bedürfnis von Kindern und wie mit ein bißchen Spiel ( und oft auch Spaß) oft nervige, aber notwendige Alltags- Dinge wie Zähneputzen oft entspannter klappen. In einem ihrer Kinder- Bücher erzählt sie von Lila und dem Zahnputztheater, in dem die 5jährige Lila nach einem Spiele nachmittag bei einer Freundin und einem langen Kita- Tag vom Vater fertig gemacht und ins Bett gebracht wird. Bei so einem Abend können so einige Bedürfnisse und Gefühle zu Tage treten. Es lohnt sich da mal reinzulesen. 

https://shop.kw-herzenssache.de/products/lila-und-das-zahnputztheater

Ich persönlich habe mit meinen Kids immer gerne ein Zahnputzlied gesungen. Mittlerweile ist das bei mir nicht immer so regelmäßig dran, aber bei der Oma geht Zähne putzen nur mit Hacki Backi. Hier das lustige Lied auf Youtube: 

https://www.youtube.com/watch?v=s7ZMy83VSaw

Auch das für viele Kinder lästige Aufräumen geht mit einem lustigen Aufräumlied oder mit Spielen viel entspannter.  

Also mein absolutes Plädoyer für die Vorschulkinder: Gebt Ihnen Zeit und Raum, soviel wie möglich zu spielen. Gestaltet den Alltag spielerisch oder überlegt für nervige Situationen Spiel- und Spaß- Varianten. 

Wie stehts mit euch? Seid ihr eher Anhänger „Förderung in vielen Aktivitäten oder gönnt ihre euren Kindern viel Zeit mit Freunden und Freispielt?

Schreibt gerne eure Anmerkungen in die Kommentare!

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