Aus keinem Haushalt ist heute Fernseher, Smartphone und Co wegzudenken. Wenn ich mich in den folgenden Artikel auf Medien beziehe, meine ich damit eher Bildermedien und keine Hörmedien wie Hörspiele und Co.
Kein Vorbeikommen an Medien generell- aber was heißt es jetzt?
Gut, okay, es ist utopisch zu denken, dass es heute eine Kindheit geben kann ohne Smartphone, Fernsehen und PC. Gerade beim PC halte ich ein langfristiges Heranführen schon für sinnnvoll. Man kann nicht komplett die Augen verschließen, dass man in den 2020ern leben. Allerdings ist für mich schon die Frage, ab wann es sinnvoll und gut ist, Kinder mit Bildmedien in Berührung zu bringen.
Deshalb stellt sich für mich die Frage, ab wann überhaupt Kinder mit Fernsehen und Co, eben bewegten Bildmedien etwas anfangen können. Viele Experten sind der Meinung, dass erst dreijährige Kinder etwas mit Medien anfangen können. Viele Quellen geben diesen Fakt an. In dieser Broschüre Geflimmer im Zimmer“ findet man viele hilfreiche Informationen.
Wenn das Kind drei Jahre ist, kann es laut den vielen Experten zwischen 30 und 45 Minuten am Tag bewegte Bilder schauen.
Von 6 – 9 Jahren empfiehlt es sich nicht mehr als eine Stunde pro Tag Fernsehen zu schauen.
Ab 10 Jahren kann dem Kind ein Wochenkontingent von 9 Stunden zu gestehen.
Wie gesagt, das sind alles Werte von Medienexperten, die sich in Studien mit der Veränderung der Kinder bei zu viel Medienkonsum beschäftigt haben. Was sind denn nun konkret die Gefahren?
Nun, eine ganz konkrete Gefahr- auch in jungem Alter- ist die Gefahr einer Mediensucht, die sich entwickeln kann. Wenn das reale Leben vernachlässigt wird, Freunde im wahren Leben keine Rolle mehr spielen und Jugendliche ( und auch schon Kinder sich gefühlt nur noch in der virtuellen Welt aufhalten. Dann fühlt man sich als machtlos. Diese Seite erklärt ziemlich genau die Symptome von Mediensucht:
https://www.familienportal.nrw/de/10-bis-16-jahre/gesundheit-kind/mediensucht
Es muss nicht immer so krass sein, aber eine Begrenzung in diesem Bereich macht in jungen Jahren sehr wohl Sinn, denn es nicht so, dass es beim Essen ein Ausknopf namens „ich bin satt“ gibt. Es gibt ein innerliches Stoppsignal, das nur überhört wird. Denn für Kinder gibt es kein Zuvlel, da braucht es den Erwachsener als Regulator. Hinzukommt, dass bei Videospielen bestimmte Belohungssysteme im Gehirn angehen. Diese können auch bei bewegten Bildern suchtauslösend sein. Von alleine hören Kinder nicht auf, es sei denn ist eine Regel, die man der Gesundheit zu liebe einhalten will. Diese Einsicht haben viele Kinder erst in späteren Jahren.
Mittlerweile wurde die Gefahr auch schon bei kleineren Kindern erkannt und es wurden die ersten speziellen Klinken gegründet, um diesen Kindern ( und Eltern) zu helfen.
Morgen geht in einem kurzen Blog weiter zum Thema FSK