Nach dem spannenden Einblick zu den Altersangaben zum Medienkonsum geht es heute weiter mit der Frage „ab wann darf denn überhaupt geschaut werden?“
An diesem Punkt möchte ich gerne die FSK und den gesunden Menschenverstand ins Spiel bringen:
Die FSK heißt übersetzt die freiwillige Selbstkontrolle. Denn in meinen Augen ist es enorm wichtig, nicht nur auf das Alter der Kinder und die Zeiten zu achten, die sie schauen, sondern auch, die Frage vorher zu klären, ob dieser Fim überhaupt etwas für die Kinder sind.
Die FSK ist ein unabhängiges Unternehmen, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, Kinder- und Jugendliche zu schützen, in dem der Prüfungsausschuss prüft, ab wann dieser Film geeignet ist. Insgesamt prüfen in Deutschland 180 Prüfer, die ehrenamtlich für die FSK arbeiten.
Hier erklären Kinder die Aufgabe der FSK. Ich würde mir wünschen, dass viel mehr Eltern die FSK ernster nehmen, denn ihre Aufgabe ist der Schutz der Kinder!
Unterteilung Alterstufen
Die FSK schaut sich also Filme an und überlegt, ab wann Kinder und Jugendliche sich schauen könnten.
Es gibt die Alterstufen 0, ab 6, ab 12, ab 16 und ab 18. Dabei wird bei den einzelnen Filmen nach auf die Kriterien Gewalt, Verbrechen, Sexualtität, Drogen geschaut. Und anhand bestimmter Szenen wird dann der zu bewertende Film FSK ab 0, ab 6, ab ab 12 , ab 16 und ab 18 eingeordnet.
Wenn du also keine eigene zum Film Meinung hast, weil du ihn noch nie selbst gesehen hast, dann halte dich bitte an die FSK! Es ist zwar eine freiwillige Selbstkontrolle, aber so enorm wichtig für die Kinderseelen.
Da Menschen in diesem Gremium arbeiten, ist es auch klar, dass sie menschlich bewerten sollten. Sie kennen aber dein Kind nicht. Nur du als Mama, Papa kennst dein Kind so gut, um zu wissen, ob sie mit den Inhalten umgehen können. Deshalb empfiehlt es sich auch immer, den Film selbst anzuschauen, denn wie schon geschrieben: Du kennst dein Kind am besten und weißt, wieviel du ihm zutrauen kannst und welche Dinge es verarbeiten kann. Denn nicht alles muss einem Kind zugemutet werden.
Wenn das Kind alt genug und man es ihm zutraut nach sich selber zu gehen und nicht nach seinen Freunden, nach der Peergroup oder was auch immer, könnte man auch mit ihm den Trailer ansehen lassen und es dann entscheiden lassen. Ich habe in meiner Kinderstunde einmal einen Film schauen lassen, bei dem es um einen krebskranken Jungen ging. Das Thema Tod aus christlichem Kontext wurde beleuchtet. Es war ein schwerer Film, aber pädagogisch wertvoll wie ich immer noch finde. Aber harter Tobak für manche Kinderseelen. Die Gruppe, mit der ich ihn gucken sollte, war gemischt, was auf Vorerfahrungen anging. Einige hatten schon viel Medienerfahrung mit 10, andere waren bei Rabe Socke hängengeblieben. Was habe ich gemacht? Ich habe den Trailer herumgeschickt, damit die Eltern respektive die Kinder sich den Trailer anschauen konnte und sich zum Film informieren konnten. Natürlich habe ich auch einige zusätzliche Infos mitgegeben und konnte auch Fragen beantworten, da ich den Film auch mehrmals im Vorfeld gesehen habe, um zu beurteilen, ob die Gruppe ihn sehen konnte.
Wie erwartet haben nicht alle Kinder den Film schauen wollen. Ein Kind hat den Trailer schauen dürfen und es abgelehnt, den Film zu schauen. Ich fand so stark, dass die Eltern dem Kind erlaubt haben anhand des Trailers die Entscheidung zu geben, ob es den Film schauen darf. Wir haben dann für das Kind eine andere Lösung an dem Tag gefunden, alle anderen haben dann mit mir den Film geschaut.
Dieses Beispiel soll zeigen, wie Medienkompetenz auch aussehen kann, denn ein Kind kann sehr wohl für sich entscheiden, ob es eine Seele mit so einem Inhalt belasten will oder es eine Belastung werden könnte. Wenn es weitgehendst unbeienflusst von der Peergroup ist. Denn zu frühe Konfrontation mit Inhalten, die nicht für das Kind kann Alpträume und sonstige psychische Problem auslösen.